Mailchimp und MailBaser lösen denselben Kernjob: Kontakte organisieren, E-Mails senden und Follow-up strukturieren. Der strategische Unterschied liegt darin, ob E-Mail-Marketing als eigenständiges System betrachtet wird oder als Teil eines größeren Marketing-Stacks.

Mailchimp ist eine etablierte E-Mail- und Marketingplattform mit eigenen Tarifen, Integrationen und Automatisierungsfunktionen. MailBaser ist eine Scale-App und verbindet Broadcasts, Formulare, Segmente, Sequenzen und regelbasierte Automationen innerhalb des Scale-Ökosystems.

Was Mailchimp heute abdeckt

Mailchimp bietet einen kostenlosen Tarif für kleine Kontaktbestände sowie Essentials, Standard und Premium. Die Preise steigen mit Tarif und Kontaktzahl. Zum aktuellen Stand startet Essentials auf der offiziellen Preisseite bei 13 US-Dollar pro Monat, Standard bei 20 US-Dollar; Premium liegt deutlich höher.

Zum Funktionsumfang gehören E-Mail-Kampagnen, Formulare, Segmentierung, Automatisierungen, A/B-Tests und eine große Integrationslandschaft. Für Unternehmen, die primär E-Mail-Marketing brauchen, ist diese Spezialisierung ein klarer Vorteil.

Quelle: Mailchimp Pricing

Was MailBaser innerhalb von Scale abdeckt

MailBaser unterstützt Broadcasts, responsive E-Mail-Erstellung, Kontakte, Listen, Tags, Custom Fields, Live-Segmente, Formulare, Sequenzen, Regeln und Analytics. Automationen basieren auf expliziten Triggern, Bedingungen, Verzögerungen und unterstützten Aktionen.

MailBaser ist laut Scale bereits im Starter-Plan enthalten. Scale nennt für Starter aktuell 495 US-Dollar pro Jahr; Pro umfasst alle Scale-Produkte und kostet 95 US-Dollar pro Monat oder 795 US-Dollar pro Jahr.

Quelle: MailBaser · Scale Pricing## Wann Mailchimp die einfachere Entscheidung ist

Wenn dein Hauptbedarf E-Mail-Marketing ist und du bereits einen funktionierenden Website-, CRM- und Verkaufsstack hast, kann Mailchimp die klarere Wahl sein. Du musst dann keine größere Suite einführen, nur um Newsletter, Segmente und Automationen zu betreiben.

Besonders relevant ist Mailchimp, wenn vorhandene Integrationen zu deinem bestehenden Stack wichtiger sind als die Konsolidierung mehrerer Tools.

Prozessdarstellung: Kontakte → Email → Segmente → Automation → Stack
Der Ablauf macht sichtbar, wo Reibung entsteht.

Wann MailBaser und Scale interessanter werden

MailBaser wird strategisch interessanter, wenn E-Mail nicht isoliert arbeitet. Wenn Formulare, Kampagnen, Seiten, CRM, Kurse oder andere Marketingprozesse ebenfalls in Scale liegen sollen, kann die gemeinsame Suite Übergaben reduzieren.

Der Nutzen entsteht also nicht daraus, dass MailBaser automatisch mehr E-Mail-Funktionen besitzt. Der mögliche Vorteil liegt in der Systemarchitektur: weniger getrennte Anwendungen und weniger Datenbewegung zwischen ihnen.

Die Kostenfrage richtig stellen

Mailchimp kann bei kleinen Listen sehr günstig starten. Scale Starter oder Pro liegen darüber. Der Vergleich kippt jedoch, wenn neben Mailchimp weitere kostenpflichtige Tools für Seiten, CRM, Kurse, Automatisierungen oder Kampagnen notwendig sind.

Rechne deshalb zwei Szenarien: E-Mail als Einzeljob und E-Mail als Teil des gesamten Marketing-Workflows.

Praxis-Prinzip: Prozess zuerst, Tool danach

Entscheidung nach Einsatzfall

  • Newsletter und E-Mail als Hauptbedarf: Mailchimp genauer prüfen.
  • Formulare, Sequenzen und E-Mail in einem fokussierten Workspace: MailBaser prüfen.
  • Mehrere Marketing-Apps sollen gemeinsam laufen: Scale Pro gegen den heutigen Gesamtstack rechnen.
  • Noch unklar, ob E-Mail überhaupt der Engpass ist: erst den Marketing-Engpass diagnostizieren.

Nächster sinnvoller Schritt

Wenn dein Problem nicht nur E-Mail betrifft, sondern mehrere Systeme und Übergaben, vergleiche als Nächstes die größeren Plattformarchitekturen.

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